Rockin‘ Weindorf

Manchmal meint man, dass manche Rekorde wohl niemals gebrochen werden. Beeline wurde eines Besseren belehrt. Wir stellten einen neuen Rekord auf, indem wir bei einem einzigen Konzert 47 Songs spielten. Klingt nach einem Marathon in Sachen Live-Musik. Doch während die Marathonläufer nach dem überqueren der Ziellinie ziemlich im Eimer sind, waren wir drei Beeliner noch fit. Es hat einen Riesenspaß gemacht, das Weindorf auf dem Stadtfest in Fritzlar zu beschallen. Die Angst, die Gäste mit hartem Rock zu stören, war unbegründet. Die Fritzlarer rockten auch bei den schnellen Nummern mit. Wohl dosiert präsentierten wir alles, was unser Repertoire hergab. Wie heißt es in der Suppenwerbung: „Das machen wir mal wieder!“

Dank an die Technik von Kalle Paltinat und Co. und unseren Webmaster Markus L., der Euch bestimmt wieder ein paar Superfotos vom Gig reinstellt. Ach ja, falls ich es noch nicht erwähnt habe, Petrus der Wettergott hat auch wieder mitgespielt.

Jazz zum Wein

Beeline spielt am Samstag beim Stadtfest Fritzlar

Zu Gast in Fritzlar: Die Rockband Beeline ist ab 16 Uhr im Weindorf zu hören. Foto: nh

Zu Gast in Fritzlar: Die Rockband Beeline ist ab 16 Uhr im Weindorf zu hören. Foto: nh

FRITZLAR. Erstmals gibt es beim Fritzlarer Stadtfest ein Weindorf. Es wird in der Grünanlage an der Allee aufgebaut. Das Fest wird von Freitag, 21. August, bis Sonntag, 23. August, gefeiert.

Am Samstag spielt ab 16 Uhr im Weindorf die Kasseler Rockband Beeline. Die Band gibt es seit einem Jahr wieder. Sie spielt eigene und fremde Stücke.

Beeline spielen mehr als nur klassischen Rock, heißt es in der Ankündigung. Sie könne flexibel auf Wünsche des Publikums reagieren und Balladen und Jazzklänge zu einem Glas Wein spielen. (red)

hna Fritzlar 17.08.2009

BEELINE im Weindorf auf dem Stadtfest Fritzlar

Auf dem diesjährigen Stadtfest in Fritzlar wird auf dem Grünstreifen an der Allee erstmals ein Weindorf errichtet. Am Samstag, 22. August ’09 präsentiert sich dort auf der Livebühne die Kasseler Rockband BEELINE. Die seit einem Jahr neuformierte Band spielt altes und neues Repertoire, gemixt aus Eigen- und Fremdkompositionen. BEELINE verfügt über eine reichhaltige musikalische Songbreite, die mehr als den klassischen Rock beinhaltet. Dementsprechend kann die Band flexibel auf das Weindorfpublikum eingehen. Wer gemütlich bei einem Glas Wein einkehren möchte, wird nicht mit Hardrock verjagt, sondern mit Balladen oder Jazzklängen begleitet. Garantiert für jeden etwas dabei.

Beginn 16.00 Uhr, Weindorf, Allee, Fritzlar

Neue Videoclips Part 4

„The Night Comes Down“; ein Freund fragte mich, als er den neuen Song von BEELINE gehört hatte, warum so viele Lieder von mir sich mit der Nacht beschäftigen (Spend One Night, Dangerous Night, Calypso Nights, Midnight Special). Das hängt von vielen Faktoren ab. In erster Linie bin ich eine Nachteule. Ideen zu Songs oder Texten erreichen mich oft in der Nacht. Bis auf vorbeifahrende Autos auf der Straße und gelegentlichem Regen, ist alles ruhig. Nichts lenkt mich von Gedankengängen ab, kein Telefon läutet, kein Rasenmäher brummt, keine lärmenden Baumassnahmen. Aus den Stimmungen von Melancholie, Gefahr, Freude u.ä. wächst eine Kreativität, die die Songtexte mit der Nacht verbinden lassen. Nähere Beschreibungen könnt Ihr irgendwann in meinen Memoiren lesen.
Poetisch beginnt der Text von „The Night Comes Down“:

There’s a picture, painted in the sky – open your eyes
Let’s start again, seven years passed by – don’t be afraid

Für einen visuell geprägten Menschen steht mitunter das Erlebte am Himmel und alle sieben Jahre geschieht etwas Einschneidendes. Und zwischendurch erscheinen immer wieder die weisen Menschen, die die selbige mit dem Löffel gegessen haben.

Listen to the wise man, his words are soft and clear

In meiner Nacht, die hereinbricht, kommt die Wahrheit und die Dunkelheit greift nach Dir.

The night comes down – changes coming true – reaching out for you

Klingt vielleicht sehr düster, ist jedoch keinesfalls so gemeint. Es soll heißen, alles Schlechte oder Negative der Vergangenheit ist vorbei und etwas Neues wartet, lass es herein.

Something new, waiting for you – open the door

Neue Videoclips Part 3

Definitiv das älteste Lied in unserem Repertoire ist die „Habanera der Carmen“. Die Uraufführung ereignete sich vor 135 Jahren. Auch wenn BEELINE ein gewisses Alter nicht mehr abgesprochen werden kann, ist trotzdem eins sonnenklar, dass es sich um ein Coverstück handelt. Denn zu jener Zeit war von uns mit Sicherheit keiner der berühmte Joghurt im Regal, wobei ich bezweifle, dass es damals bereits Joghurt gab. Es ist die Hitsingle aus der Oper „Carmen“ von George Bizet, wobei es Singles im 19. Jahrhundert auch nicht gab. Wer sich nicht mit klassischer Musik beschäftigt wird es dennoch nach wenigen Takten erkennen; es ist eine Komposition wie „Smoke On The Water“ nur 100 Jahre früher. Gedanklich lese ich jetzt schon die kritischen Kommentare über den letzten Satz.

Es war ein langer Prozess bis dieses Lied ins Standardprogramm der Band einfloss. Mutig begonnen, locker zurück in die Schublade gelegt und ambitioniert wieder hervor geholt. Leicht verwirrt schaut und hört unser Publikum auf die Klänge, die so gar nicht zu einer Rockband gehören. Am Ende steht die „Habanera der Carmen“ auf der Zugabenliste der Zuschauer.

Was würde George Bizet sagen?

Neue Videoclips Part 2

„Spend One Night“ ist ein Liebeslied, das mit seinem Text nicht mit der Tür ins Haus fällt. Man betrachtet sowohl die Stärken und Schwächen des anderen, als auch seine eigenen. Schließlich versucht man eine Partnerkombination daraus zu entwickeln, ist sich jedoch nicht sicher, ob es funktionieren könnte.

Nachdem ich Strophe und Chorus komponiert hatte, stellte sich die Frage nach einem Zwischenspiel, einer bewußten melodischen Veränderung im Song. Doch das Lied lief und wurde nicht langweilig und ich bereue es bis heute nicht, dass ich ihn so stehengelassen habe.

Let’s spend this song with me!

Michael Jackson und kein Ende

Gibt man bei Google Michael Jackson ein, erhält man in 0,1 Sek. momentan 76 Millionen Seiten zur Auswahl. Hätten die Medien heute gemeldet, dass Chuck Berry mit 82 oder gar Johannes Heesters mit 105 Jahren verstorben sei, wäre es zwar auch einer Trauer wert, doch bei Jackson mit 50 Lebensjahren fragt man sich schon, was das soll. Während Musikerkollegen wie Janis Joplin oder Jimi Hendrix bereits mit 27 Jahren an Drogenkonsum gestorben sind, lebten John Lennon (40), Elvis Presley (42) und Freddie Mercury (45) ein wenig länger. Somit stellt Jackson in seiner Berufssparte und seinem Lebenswandel einen neuen Rekord auf, was das Todesalter betrifft. Was seinen Tod herbeigeführt hat, wird in den nächsten Wochen endlos diskutiert werden. Im Rock- und Pop-Himmel wird es jedenfalls etwas enger. „It don’t matter, if you’re black or white“ (Zitat aus „Black or White“ von Michael Jackson).

Neue Videoclips Part 1

Hiermit startet eine kleine Blogreihe auf unserer Homepage, mit der ich Euch neue Live-Videoclips von BEELINE vorstellen möchte. Die Clips sind keinesfalls irgendwo auf der Page versteckt, dennoch gibt es immer wieder Besucher, die sie nicht ausfindig machen können. Gleichzeitig nutze ich die Gelegenheit zum jeweiligen Song eine Entstehungsgeschichte zu schreiben.

Beginnen möchte ich heute mit einem Lied, das nicht aus unserer Feder stammt. Bereits 1972 von Deep Purple geschrieben ist „Smoke On The Water“ der Rockklassiker schlechthin. Der berühmte Riff von Gitarrist Ritchie Blackmore begeistert selbst heute noch meinen 9 jährigen Gitarrenschüler. Wie vieles in der Rock-Pop-Geschichte gehört er zur Sorte des einfachen Geniestreiches. In der Anfangszeit von BEELINE nahmen wir „Smoke“ aus diesen zwei Gründen, leicht und bekannt, ins Repertoire auf. Mitte der 90er Jahre gab es die Welle der Unplugged-Konzerte. Bei einem unserer Gigs präsentierten wir „Smoke On The Water“ in einer A-Capella-Version. Die schönste Pressekritik lautete einst: „…damit gelang BEELINE ein wahrhaft verblüffender Coup, der mit viel Applaus bedacht wurde.“

Jetzt befinden wir uns im 21. Jahrhundert und eigentlich hatten wir beide Versionen von „Smoke“ zu den Akten gelegt. Im Gegensatz zu Deep Purple, die wahrscheinlich bei ihrem letzten Auftritt auf einer Bühne mit diesem Lied enden müssen. Die aktuelle BEELINE-Version von „Smoke On The Water“ entstand beim Proben, als Drummer Thomas eine Swing-Nummer daraus performte. Bandintern titulieren wir den Song „Swing Smoke“.

Viel Spaß beim Hören und Gucken

Sonnenschein für Beeline

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Auf der eigenen Terrasse verweilt man nur länger, wenn auch das Wetter danach ist. Warum sollten wir nach Fritzlar auf die Marktplatzbühne fahren, wenn dem nicht so ist? Ich schreibe es bereits zum 9. Mal: Petrus ist der 5. Beeliner! Heiß war es auch diesmal und die neuen Beeline-Shirts mussten ihre zweite Schweißprobe bestehen. Auch wenn unser neue Drummer beim Auftritt von allen als längster im Schatten saß, blieb er nicht im selben. Wiedereinmal schmolz der Eisberg beim „Titanic“-Song und mit „The Night Comes Down“ endete zwar nicht der Samstag, aber ein sonniges Beeline-Konzert.

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Fotos: Luisa Humburg

Beeline live – Ich liebe es!

Heiß war es auf der Bühne. Mein neues Beeline-Shirt war in kürzester Zeit schweißgebadet. Ein amtlicher Auftritt im Theaterstübchen (Freitag, 15.5.2009) liegt hinter uns. Das Publikum hatten wir auf die Probe gestellt und ein Programm gestaltet, das wahrscheinlich unser abwechlungsreichstes seit langem war. Verwirrend muss es für einige gewesen sein, als sie zu Beginn nur ein paar Piepser von der Gitarre und scheinbar unkontrollierte Basstöne erklangen. Das Schlagzeug klimperte auf den Becken herum. „Stimmen die noch ihre Instrumente, oder sind das die neuen Beeliner?“ Aus dieser Soundcollage brach der Drummer zu einem schnellen Rhythmus aus und der Rest der Band stieg mit ein.

Neben unseren Klassikern aus eigener Feder (Spend One Night, Hey Woman) gesellten sich die Beeline-Special-Covers (Carmen, My Heart Will Go On). Und „Smoke On The Water“ kam diesmal als Swing-Version von der Bühne herunter.

Danke an alle Helfer:

Kamera und Film Markus Lambrecht und Ruth Schilling (Fotos vom Gig, siehe unten)

Technik Valentin Reinbold

Und natürlich unserem Publikum, die bei der Zugabe die Chance genutzt hatten sich einen Song zu wünschen und mitgesungen haben: „Can’t Get Enough!“